Digital ist besser - Kein Rückfall ins Papierzeitalter an Kasseler Uni

Kasseler Studierende sollen Ihre Zeit nicht am Kopierer verbringen
müssen. Die Piratenpartei Kassel fordert im Urheberrechtsstreit zwischen
dem Land Hessen und der VG Wort eine verbindliche und unbürokratische
Regelung für die Nutzung urheberrechtlich geschütztem Materials in
Forschung und Lehre und einen verstärkten Einsatz von freien Lern- und
Lehrmaterialien mit einer offenen Lizenz (OER) wie etwa Creative
Commons oder der GNU General Public License.

"Für die jetzigen Studierenden wird die Uhr mindestens 10 Jahre zurück
gedreht, wenn nun wieder sämtliches Lehrmaterial gedruckt werden muss.
Statt einer zermürbenden Debatte um bürokratische Einzelheiten der
Dokumentation der Nutzung einzelner Dokumente aufzureiben, brauchen die
Schulen und Universitäten die Freiheit und Rechtssicherheit den
Lernenden Materialien zeitgemäß anbieten zu können", so Volker Berkhout,
Stadtverordneter der Piratenpartei Kassel. "Bis eine solche Regelung in
Kraft ist, gilt es den Einsatz freier Lehrmaterialien zu forcieren und
zu fördern."

 

Für die Piraten ist zwar die Weigerung der hessischen Universitäten den
Rahmenvertrag zu  unterzeichnen nachvollziehbar, die Auseinandersetzung
darf aber nicht auf Kosten der Studierenden ausgetragen werden. Vielmehr
muss ein modernes Urheberrecht mehr Freiheiten und Rechtssicherheit für
die Nutzung in Schulen und Universitäten schaffen.

In einem Pilotprojekt in Osnabrück hat sich gezeigt, dass die von
der VGWort verlangte Einzelmeldung zwar technisch möglich ist, sie aber
in keinem Verhältnis zum Aufwand steht. In Folge verteilten Lehrende
vermehrt nur Literaturlisten, wodurch der Aufwand für die
Literaturbeschaffung seitens der Studierenden massiv gestiegen ist.