Die Kritik der FDP am "Solardachfinder", lenkt in den Augen des Kasseler Kreisverbands der Piratenpartei von den echten Datenschutzproblemen nur ab.
Die Kasseler PIRATEN teilen die Ansicht der FDP-Fraktion im Kasseler Rathaus nicht: "Die verwendeten Daten sind öffentlich und nicht personenbezogen. Der Solardachfinder ist ein gutes Beispiel dafür, wie öffentliche Daten genutzt werden können", sagte Volker Berkhout, Vorsitzender des Kreisverbands Kassel-Stadt und betonte: "Anders als bei Google Street View ermöglicht der Solardachfinder gerade keinen Blick durch Vorgarten und Küchenfenster! Zudem sind viel detailreichere Aufnahmen schon längst über andere Online-Dienste abrufbar."
Auch juristisch sehen die PIRATEN die Lösungsansätze der Rathaus-Fraktionen kritisch: ein Einverständnis der Haus-Eigentümer stellt nicht in allen Fällen zugleich ein Einverständnis der Mieter dar.
Der Kreisverband der Piratenpartei in Kassel ruft für den kommenden Montag, den 28. Juni ab 14:30 Uhr zu einer Mahnwache unter dem Motto "Calden notlanden!" vor dem Rathaus auf. Anlass ist die Abstimmung über die Übernahme der Mehrkosten durch die Stadtverordnetenversammlung.