Pressemeldung: Patientendaten dürfen das Krankenhaus nicht verlassen

Nach dem erneuten Fund einer Patientenliste mit Namen von Patienten des Klinikums Kassel fordert die Kasseler Piratenpartei eine Durchsetzung des Datenschutzes. "Listen mit Namen von Bürgern und deren Erkrankungen haben nichts ausserhalb der Klinik zu suchen,"  stellt Volker Berkhout, Kreisvorsitzender der Piraten in Kassel klar. "Der zweite Vorfall mit hochsensiblen Daten innerhalb von vier Wochen offenbart tiefgreifende und schwerwiegende Mängel im Umgang mit Patientendaten." In der jetzigen Situation muss eine grundlegende und ergebnisoffene Aufklärung der Vorfälle durch das Klinikum geschehen. Außerdem gilt es die Verhältnismäßigkeit der ausgesprochenen sofortigen Kündigung des Mitarbeiters zu überdenken. Blinder Aktionismus ist fehl am Platz.

Von einer Bürgerin bekam die Piratenpartei dokumentierende Bilder und den Hinweis, dass auch in der Augenklinik des Klinikums Kassel mitunter Patientendaten frei zugänglich auf einen Tisch im Flur zu legen sind, um Wartezeiten zu verkürzen. "Es gibt offenbar noch weitere Prozesse, die den Datenschutz nicht wahren" so Berkhout weiter. "Wir fordern die Klinikleitung auf, ihre Abläufe grundsätzlich zu prüfen."