FDP-Datenschutzkritik an Solardachfinder total verfehlt

Die Kritik der FDP am "Solardachfinder", lenkt in den Augen des Kasseler Kreisverbands der Piratenpartei von den echten Datenschutzproblemen nur ab.
Die Kasseler PIRATEN teilen die Ansicht der FDP-Fraktion im Kasseler Rathaus nicht: "Die verwendeten Daten sind öffentlich und nicht personenbezogen. Der Solardachfinder ist ein gutes Beispiel dafür, wie öffentliche Daten genutzt werden können", sagte Volker Berkhout, Vorsitzender des Kreisverbands Kassel-Stadt und betonte: "Anders als bei Google Street View ermöglicht der Solardachfinder gerade keinen Blick durch Vorgarten und Küchenfenster! Zudem sind viel detailreichere Aufnahmen schon längst über andere Online-Dienste abrufbar."
Auch juristisch sehen die PIRATEN die Lösungsansätze der Rathaus-Fraktionen kritisch: ein Einverständnis der Haus-Eigentümer stellt nicht in allen Fällen zugleich ein Einverständnis der Mieter dar.
Der Kreisverband der PIRATEN würde sich wünschen, dass die FDP sich bei den jüngsten Datenschutzskandalen in Kassel ebenso ins Zeug gelegt hätte - zum Beispiel als "unlängst Patientendaten zu dutzenden auf der Straße
lagen", ergänzt Berkhout, und fügt hinzu: "Der Mensch steht im Zentrum des Datenschutzes!"